RDKS / TPMS  ... 99 Artikel

Reifendruckkontrollsysteme, abgekürzt RDKS genannt, sind eingebaute Überwachungssysteme für den Reifendruck in Fahrzeugen. Sie warnen den Fahrer automatisch und direkt bei Druckverlust der Reifen.

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RDKS Sensoren

RDKS Programmiergeräte

RDKS ServiceKit

Was sind RDKS

Was sind eigentlich Reifendruckkontrollsysteme und wieso sind sie so wichtig für die Sicherheit des Fahrers?

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS), oft auch als "TPMS oder" "Tyre Pressure Monitoring System" bezeichnet, überwachen kontinuierlich den Reifendruck während der Fahrt. Fällt der Luftdruck ab, wird der Fahrer über eine Anzeige im Dashboard gewarnt.

Die Vorteile des RDKS sind die direkte Anzeige bei Reifendruckverlust. Probleme können frühzeitig behoben werden.

Warnleuchte RDKSWarnleuchte RDKS
Warnleuchte RDKS

Arten von RDKS

Es gibt zwei Arten von Reifendruckkontrollsysteme, die heutzutage verwendet werden:

Direktes RDKS:

Das Direkte Reifendruckkontrollsystem misst den Druck der Reifen über ein spezielles Ventil im Reifen direkt. Über Funksensoren wird der Reifendruck an ein Steuergerät übermittelt und dem Fahrenden, bei zu wenig Druck, angezeigt. Das direkte RDKS liefert eine sehr genaue Datenerfassung, es gibt Zusatzfunktionen, wie eine Reifenpositionserkennung und die Messung des Reifendrucks im Stand. Aber es erfordert auch einen deutlichen Mehraufwand bei Wartung und Reifenwechseln.

Indirektes RDKS:

Indirekte Systeme nutzen das sogenannte ABS-System. Dieses ermittelt den Luftdruckverlust mit Hilfe des Abrollumfangs des Rades. Diese ABS-Systeme haben allerdings gesetzlich sehr enge Toleranzen und eignen sich im Gegensatz zu den direkten Systemen nicht für alle Fahrzeuge. Das Indirekte RDKS ist ungenauer als das direkte RDKS, denn es liefert keine Angabe des genauen Druckverlusts. Außerdem bietet es weniger Komfort, denn es kann kein Reifendruck bei Stillstand des Fahrzeuges messen. Aus Sicherheitsgründen sollten die Sensoren bei jedem Reifenwechsel neu angepasst werden.

Direktes RDKS VS Indirektes RDKS 

Direktes RDKS Indirektes RDKS
Reifendruck Daten werden direkt über vier eigene Drucksensoren, die am Ventil angebracht sind und Daten in Echtzeit liefern, gesammelt. Der Reifendruck wird über das ABS-System geschätzt. Die Fahrer müssen erst lange Strecken fahren, um einen Fehler zu erkennen.
Sehr genaue Datenerfassung. Etwas ungenauer als das direkte RDKS -> keine Angabe des genauen Luftdrucks.
Es gibt Zusatzfunktionen, wie Reifenpositionserkennung und die Messung des Reifendrucks im Stand. Keine Zusatzfunktionen -> weniger Komfort
Zeigt über Display in der Armaturenanzeige genau an, welchen Luftdruck die einzelnen Reifen haben. Besitzen nur eine Warnleuchte, die unterschiedliche Probleme mit dem Reifenluftdruck anzeigen kann.

RDKS Pflicht

Seit dem 1. November 2012 sind Reifendruckkontrollsysteme in allen Fahrzeugen vorgeschrieben und seit dem 1. November 2014 müssen auch neu zugelassene Fahrzeuge ein RDKS eingebaut haben. Diese RDKS Pflicht bringt eindeutig mehr Sicherheit auf die Straßen: Sobald der Reifendruck eines Fahrzeuges sinkt, wird der Fahrer sofort gewarnt und kann den Reifendruck korrigieren und gefährlichen Folgen vorbeugen.

Mit der RDKS Pflicht soll die Zahl der Unfälle durch Reifenschäden verringert werden. Ein weiterer Vorteil der RDKS Pflicht ist der verringerte Bremsweg gegenüber Fahrzeugen mit zu niedrig eingestelltem Luftdruck. Zusätzlich sollen durch den korrekt eingestellten und überwachten Luftdruck der Kraftstoffverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß vermindert werden.

Gesetzgebung zur Reifendrucküberwachung in der EU, geregelt in der "ECE-R64" Verordnung

Leistungsmerkmale des RDKS gemäß der EU-Gesetzgebung:

  • Warnung bei Druckverlust eines Reifens (innerhalb von 10 Minuten): 20% weniger als der Betriebsdruck (Pwarm) bei 1,5 bar
  • Warnung vor Druckverlust in allen vier Reifen (plötzlicher und allmählicher Verlust): 20% unter dem Betriebsdruck (Pwarm) bei 1,5 bar
  • Erkennung von Druckverlusten bei Geschwindigkeiten von 40 km/h bis zur maximalen Geschwindigkeit des Fahrzeugs
  • Datenübertragungsfrequenz 433,92 MHz (Achtung: Generell spricht man von 433MHz, da die Nachkommastellen abgeschnitten werden; manche sprechen auch von 434MHz, da aufgerundet wird. Wir runden ab auf 433MHz.)

Das sollten Sie bei RDKS beachten

Information

Informieren Sie sich über das spezifische Reifendruckkontrollsystem Ihres Fahrzeugs. Die wichtigsten Einzelinformationen finden Sie in der Gebrauchsanweisung. Der Verweis auf Reifendrucksensoren legt nahe, dass das RDKS den Reifendruck direkt misst. Kommentare wie "Das System misst nicht den tatsächlichen Reifendruck in den Reifen" deuten auf ein indirekt arbeitendes System hin. Weitere Informationen über TPMS finden Sie auch auf der Website des Bundesverbands Reifenhandel.

Beratung

Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Händler und/oder den Fahrzeughersteller, ob Ihr Fahrzeug mit Reifendrucküberwachung ausgestattet ist.

Beachten bei Indirektes RDKS

Mit einem indirekt wirkenden Reifendruckkontrollsystem entstehen in der Regel keine zusätzlichen Kosten beim Wechsel von Rädern oder Reifen, da keine Sensoren an den Felgen der Räder selbst installiert oder gewartet werden müssen. Nach einem Wechsel der Räder, der Reifen oder des Reifendrucks muss das System jedoch neu initialisiert werden, da diese Systeme den korrekten Ausgangszustand der Räder kennen müssen. Dazu muss man vor der Initialisierung die vorgeschriebenen Druckwerte in allen Rädern so genau wie möglich einstellen. Genaue Angaben sind in der Betriebsanleitung zu finden.

RDKSRDKS

Beachten bei Direktes RDKS

Bei direkt messenden Systemen müssen die Sensoren im Rad bei jeder Reifenmontage vom Mechaniker überprüft werden. Daher muss der Reifenmechaniker bei der Vereinbarung eines Termins wissen, dass das Fahrzeug mit einem direkt messenden TPMS ausgestattet ist. Vor allem, falls man einen zweiten Satz Räder mit Winterreifen bestellt. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten die Fahrzeugdokumente für den Termin bereitgehalten werden.

Luftdruckcontrolle Trotz RDKS

Trotz RDKS ist eine regelmäßige Überprüfung des Reifendrucks unbedingt erforderlich. Deshalb sollte unabhängig vom Reifendruckkontrollsystem der Reifendruck mindestens alle 14 Tage überprüft werden.

TPMS RS4 Sensor - AlligatorTPMS RS4 Sensor - Alligator

Welche Sensoren können für das RDKS verwendet werden (z.B. als Ersatz für einen defekten Sensor)?

Jeder Hersteller kann für die Originalausstattung der Fahrzeuge einen anderen Sensor-Typ verwenden. Daher gibt es inzwischen mehr als 150 verschiedene Sensoren-Modelle auf dem Markt.

Die Anforderungen im Überblick:

  • Die Sensoren, die verbaut werden sollen, müssen für das Fahrzeug vorprogrammiert sein.
  • Fahrzeug und Sensor müssen kompatibel sein, d.h. nicht jeder Sensor kann in jedes Fahrzeug eingebaut werden.
  • Im Ersatzfall eines Sensors oder für Winterreifen und Ersatzreifen gibt es die Möglichkeit, Originalsensoren oder unprogrammierte Universal-Sensoren zu verwenden.
  1. Originalsensoren: Sie sind bereits mit den fahrzeugspezifischen Details vorprogrammiert.  Der Sensor kann also nur in einigen bestimmten Fahrzeugen verwendet werden. Wegen der Vielzahl verschiedener Sensoren würde sich der Lagerbestand und das gebundene Kapital der Werkstatt stark erhöhen, um die Kunden zufriedenstellend bedienen zu können. Denn: Von den wichtigsten Originalsensoren sollten immer mindestens 4 Stück auf Lager sein!
  2. Unprogrammierte Universal-Sensoren: Sie sind nicht vorprogrammiert. Sie können in die meisten Fahrzeuge problemlos integriert werden. Man braucht keine Vielzahl an Sensoren – wie etwa bei den Originalsensoren –, um alle Kunden gemäß ihrem Bedarf zu bedienen. Ein Grundbestand an Universal-Sensoren ist also völlig ausreichend.

Für die Universal-Sensoren wird jedoch zusätzlich ein spezielles Programmierwerkzeug benötigt, um die Sensoren fahrzeugspezifisch zu programmieren. Mit diesem Werkzeug werden im ersten Schritt die technischen Daten des Fahrzeugs abgefragt sowie die Position des Reifens bestimmt, in dem sich der zu programmierende Sensor befindet. Danach wird der Originalsensor vom Programmiergerät erkannt (je nach Software z.B. mittels Eingabe der Sensor-ID oder durch automatische Erfassung mittels Auflegens des Originalsensors). Die gesammelten Daten werden dann zur Programmierung des neuen Sensors genutzt. Der Originalsensor wird quasi imitiert. Wenn kein alter Originalsensor zur Verfügung steht, kann über das Programmierwerkzeug eine neue Sensor-ID erstellt werden.

Wie werden die Sensoren in das Rad eingebaut?

Für die Montage und Demontage der Sensoren benötigen Sie Spezialwerkzeug. Sie vereinfachen die Montage und Demontage der Sensoren und stellen sicher, dass Mutter und Ventil für die Sensorenhalterung mit dem richtigen Drehmoment befestigt werden.

Die Sensoren werden innerhalb des Reifens über bestimmte Reifenventile angebracht

Snap-in Ventil oder Clamp-in Ventil

Für die Befestigung wählt man zwischen Aluminium- und Snap-In-Ventil (= Gummiventil). Für beide Ventilarten gibt es gesonderte Ausführungen an Sensoren zur Gewährleistung der Kompatibilität von Ventil und Sensor. Ein Snap-In-Ventil ist meist günstiger und einfacher zu verbauen als ein Aluminium-Ventil. Allerdings gilt zu beachten: Ein Snap-In-Ventil darf aufgrund der wirkenden Fliehkräfte ab einer Maximal-Geschwindigkeit von 210 km/h nicht mehr verwendet werden!

Für diese hohen Geschwindigkeiten muss man ein Aluminium-Ventil verwenden. Bei jedem Reifenwechsel muss idealerweise eine Wartung des Ventils durchgeführt werden, indem Ventileinsatz, Ventilkappe, Mutter, Scheibe und Dichtung erneuert werden. Für diese Wartung gibt es spezielle Service-Kits, die die benötigten Ersatzteile enthalten.

Snap-In-Ventil:

  1. Sensor
  2. Gummiventil
  3. Ventileinsatz (vernickelt)
  4. Ventilkappe (Plastik)

Clamp-in Aluminium-Ventil:

  1. Torx-Schraube (selbst schneiden)
  2. Sensor
  3. Gummidichtung
  4. Ventileinsatz (vernickelt)
  5. Verschraubungsmutter mit Gummidichtung
  6. Ventilkappe (Plastik)

Wie erkennt das Fahrzeug die (neuen) Sensoren?

Wenn die Sensoren programmiert und in das Rad eingebaut wurden, müssen wir gewährleisten, dass das Fahrzeug den Sensor erkennt und die Kommunikation zwischen Sensor und Auslesegerät funktioniert. Hierfür müssen die Sensoren des zentralen Empfängers (Steuer- und Datenverarbeitungseinheit des RDKS) aktiviert sein, wenn eine neue Sensor-ID verwendet oder die ursprüngliche Radposition des Sensors verändert wurde.

Es gibt drei Arten des Anlernens/ Programmierens eines neuen Sensors (abhängig von den Fähigkeiten des Fahrzeugs):

  1. Selbstanlernen des Fahrzeugs: Im Rahmen einer 10-minütigen Fahrt bei 35-100km/h liest das Fahrzeug den Sensor automatisch ein. Dabei erlischt die Warnleuchte automatisch (z.B. bei Mercedes, Opel, VW, Ford, Mazda, Hyundai).
  2. Manuelles Anlernen durch den Fahrzeughalter über das Fahrzeugmenü: Dies ist ein vorgegebener Prozess, der dem Fahrzeughandbuch zu entnehmen ist (z.B. bei Audi, Mercedes, BMW, Porsche).
  3. Anlernen über Programmierungs-/Diagnose-Werkzeuge: Die Sensoren werden durch den Verbindungsaufbau zwischen Programmier-Werkzeug und OBDII Schnittstelle (= On Board Diagnose-Schnittstelle) angelernt (z.B. bei Renault, Citroen, Peugeot, Nissan, Opel, Fiat und Lancia). Diese Schnittstelle wird z.B. auch bei der Problemdiagnose bei Leuchten der Warnlampe genutzt.

Was sind Programmierungs-/Diagnose-Werkzeuge für RDKS?

Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Programmier- und Diagnosewerkzeugen für einen Preis von ca. 500 bis 1.500 € mit vielen Funktionen.

Zur Diagnose nehmen die Werkzeuge über Funk Kontakt mit den Sensoren auf, so dass der Fehler im TPMS auf dem Display des Werkzeugs angezeigt wird. In der Regel verfügen nur Werkzeuge der höheren Preiskategorien über die Funktion, eine direkte Schnittstelle zur OBD herzustellen und über diese Schnittstelle neue Sensoren anzulernen. Um die Universalsensoren mit den fahrzeugspezifischen Daten und einer geklonten oder neu erstellten Sensor-ID zu programmieren, ist ein Programmierwerkzeug unerlässlich. Mit einigen Tools ist es sogar möglich, bereits installierte Sensoren per Funk zu kontaktieren und später zu programmieren.

  1. Pre-Service-Werkzeuge:
    • dienen hauptsächlich der Diagnose (z.T. mit Programmierfähigkeit)
    • haben ein kleines Display
    • per USB können Daten an einen PC übertragen werden
    • eher als Einsteiger-System bei wenigen gelegentlichen Diagnosen (und Programmierungen) geeignet.
  2. PAD (Programming Accessory Devices):
    • Auslesen und Programmieren von Sensoren, die dafür direkt mit dem PAD in Kontakt sein müssen (Auflegen des Sensors)
    • das PAD wird per USB an einen PC angeschlossen, welcher als Display dient.
  3. All-In-One:
    • Sekundenschnelle Programmierung über Funk durch das Limitieren von vorhandenen Sensoren-IDs oder Erstellen einer neuen ID
    • einfache und schnelle Diagnose über Funk
    • können häufig eine OBD-Schnittstelle herstellen
    • Daten können automatisch zu einem PC übertragen werden (+ weitere Funktionen wie z.B. das Drucken von Berichten)
    • empfohlen für durchschnittlich gut besuchte Werkstätten.

Wann kommt man in Kontakt mit RDKS-Systemen?

In diesen Bereichen kommen Fahrzeughalter oder Werkstatt in Kontakt mit dem direkten RDKS:

  • Beim Aufleuchten der Warnlampe im Display
  • Beim Warten, der Reparatur oder beim Austausch von Sensoren
  • Beim Reifenwechsel und der Reifenmontage
  • Beim Zusammenstellen von Kompletträdern
  • Bei Reifenreparaturen und dem Servicecheck (z.B. Hauptuntersuchung für TÜV)

Welche Konsequenzen hat das für die Werkstatt?

Autowerkstätten und Reifenservice-Experten müssen sich auf die RDK-Technologie ausreichend vorbereiten. Sie sollten möglichst frühzeitig die geeigneten Maßnahmen einleiten, um ihre Kunden mit einem Fahrzeug, das über RDKS verfügt, bedienen zu können. Nur so können sie sich weiterhin als professioneller Partner und sogar Spezialist in dem Segment RDKS etablieren.

In den kommenden Jahren wird die Mehrheit der Fahrzeuge mit RDKS bestückt sein und somit die Nachfrage nach einem RDK-Service entsprechend ansteigen. Damit steigt auch der Bedarf an Ersatz-Sensoren oder Sensoren für die Ausrüstung von Winterreifen.  Für die Werkstätten bedeutet das ein hohes mögliches Absatzpotential, das entsprechend genutzt werden sollte.

Das RDKS Know-How ist aber nur ein Baustein des langfristigen Erfolgs! Jede Werkstatt muss darüber hinaus auch das geeignete Werkzeug und die richtigen Ersatzteile (z.B. Ventile oder Dichtungen bis hin zu ganzen Sensoren) parat haben.

Konsequenzen für den Fahrzeughalter?

Die komplexe Technik des TPMS macht es dem Fahrzeughalter schwer, die Reifenwartung selbst durchzuführen. Wenn das Warnsignal aufleuchtet (z.B. Reifen- oder Sensorfehler) und der Reifen gewechselt werden muss, braucht man eine Werkstatt mit dem entsprechenden Service.

FAQ RDKS

1. Was sind Reifendruckkontrollsysteme?

Reifendruckkontrollsysteme, welche auch oft als „TPMS“ (Tyre Pressure Monitoring System) bezeichnet werden, überwachen während der Fahrt den Druck der Reifen. Bei abfallendem Luftdruck wird der Fahrer direkt gewarnt und kann den Reifendruck ausgleichen.

2. RDKS Lebensdauer

Die Lebensdauer des RDKS hängt von der verbauten Sensorbatterie ab. Die typische Lebensdauer einer Sensorbatterie beträgt 5 bis 7 Jahre (ca. 150.000 Kilometer). Wenn die Batterie eines Sensors defekt ist, muss der ganze Sensor ersetzt werden, da Batterien mit dem Sensor verbaut sind.

3. Vorteile eines richtigen Reifenluftdrucks

Durch einen korrekten Reifenluftdruck ist der Fahrer des Fahrzeuges sicherer unterwegs und kann sogar seinen Kraftstoffverbrauch minimieren. RDKS minimieren auch die Unfallgefahr durch einen längeren Bremsweg oder durch das Ziehen zur Seite beim Bremsen.

  • Kraftstoffverbrauch Minimierung
  • Geringere Unfallgefahr durch einen kürzeren Bremsweg und kein Ziehen zur Seite beim bremsen
  • Sicherheit für den Fahrer

4. Mein Fahrzeug hat kein RDKS, muss ich nachträglich eins einbauen lassen?

Bei Fahrzeugen, die einer RDKS-Pflicht unterliegen, wurde bereits bei der Herstellung ein indirektes oder direktes RDKS eingebaut, da andernfalls dieses Fahrzeug innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten keine Typengenehmigung oder keine Zulassung erhalten hätte. Eine nachträgliche Montage von einem RDKS ist nicht verpflichtend.

5. Was passiert, wenn mein RDKS nicht einwandfrei funktioniert?

Wenn im Display des Fahrzeugs ein Warnsignal angezeigt wird, sollten Sie umgehend eine Werkstatt aufsuchen, da entweder das RDKS nicht funktionsfähig ist oder ein Luftdruckverlust vorliegt! Bei der Hauptuntersuchung nach § 29 StVO wird ein defektes RDKS als geringer Mangel eingestuft, der jedoch wegen seiner Sicherheitsrelevanz vom Fahrzeughalter unverzüglich behoben werden muss.

6. Was muss ich tun, wenn mein Fahrzeug mir einen Druckverlust mitteilt?

Wenn Ihr Fahrzeug Ihnen einen Luftdruckverlust signalisiert, sollte Sie sofort eine Werkstatt aufsuchen bzw. das Fahrzeug abstellen und ein Pannenservice kontaktieren, da dann ein defekter Reifen vorliegt und die Fahrsicherheit nicht mehr gegeben ist.

7. Wie kann ich mein RDKS warten lassen?

Die Ventile für die Sensoren unterliegen immer einem natürlichen Verschleiß und müssen daher regelmäßig gewartet werden. Unsere Empfehlung: Wartung am besten bei jedem Reifenwechsel! Jede Werkstatt mit RDKS- Service kann diese Wartung durchführen.

8. Deaktivieren von RDKS

Es ist nicht erlaubt, das Reifendruckkontrollsystem zu deaktivieren, wenn das Fahrzeug den EU-Vorschriften unterliegt. Ein nicht funktionierendes oder fehlendes RDKS gilt als Hauptuntersuchungsmangel und muss sofort behoben werden. Um herauszufinden, ob Ihr Fahrzeug mit einem Reifendrucküberwachungssystem ausgestattet sein muss oder ob das RDKS eine Sonderausstattung ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Reifenspezialisten bei einem Fachhändler oder einer Werkstatt.